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Heilpflanze des Monats Februar 2021: Der Sauerampfer

Es ist bald geschafft, das Frühjahr kommt bald und wir müssen uns nur noch wenige Wochen gedulden, ehe die Wiesen und Wälder mit Wildpflanzen erblühen. Die ersten Frühlingsboten zeigen sich, dazu gehören die ersten Blüten des Huflattichs, den man für Tee gegen Husten oder als Salat nutzen kann.
Huflattich haben wir bereits im Jahr 2018 an dieser Stelle vorgestellt. Link zum Artikel über den"Huflattich"

Auch die ersten saftigen Blätter vom Sauerampfer, Löwenzahn, Gänseblümchen, Pfennigkraut, Wiesenschaumkraut, Vogelmiere, Labkraut, Gundermann, und Brennnessel kann man in Wildkräuter-Salaten oder Smoothies verarbeiten.
Wir stellen heute den Sauerampfer etwas näher vor.

Der Sauerampfer...

... (Rumex acetosa) gehört wie Löwenzahn und Giersch zu den Kräutern, die in der Natur häufig zu finden sind und als Wildkräuter viel verwendet werden. Der Sauerampfer ist mit seinem angenehm säuerlichen Geschmack ein interessantes Wildkraut, das sich in vielen Gerichten mit Kräutern gut einfügt.

Herkunft und Vorkommen des Sauerampfers

Der Wiesen-Sauerampfer ist in den Ländern Mittel- und Westeuropa heimisch. Aufgrund seiner ausdauernden Lebensweise und teils invasiven Verbreitung ist er als Neophyt auch in vielen anderen Ländern und Kontinenten anzutreffen.

Da der Sauerampfer eine sehr ausdauernde Pflanze ist, findet man ihn auf vielen nährstoffreichen Wiesen, Wildwiesen und Wegrändern. Da die Samen lange Zeit überleben können, ist der Sauerampfer bei ausreichendem Stickstoffbedarf und wenig Pflanzenkonkurrenz in der Lage, innerhalb kurzer Zeit große Areale flächendeckend zu besiedeln. Die Pflanze war bereits im Altertum bei den Römern und Ägyptern bekannt und wurde dort als Heil- und Speisepflanze verwendet.

Sauerampfer - Anbau, Aussaat und Pflege

Standort: Sauerampfer ist eine relativ anspruchslose Pflanze. Am besten wächst und gedeiht das Knöterichgewächs auf sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die Böden sollten feucht, nährstoffreich und gut humos sein. Insofern Sauerampfer als Küchenkraut angepflanzt wird, empfiehlt es sich eher halbschattige Standorte zu wählen, da die Pflanze sowie die Blätter dadurch kleiner bleiben und somit einen meist milderen Geschmack entwickeln. Kalkige Böden sind für den Anbau weniger geeignet. Sauerampfer gilt als Zeigerpflanze für saure Böden und würde bei erhöhten Kalkgehalten zunehmend verhungern.

Aussaat: Die Aussaat der Sauerampfer-Samen sollte zwischen März (im Frühbeet oder Balkon) und April (Freiland) erfolgen. Es ist durchaus auch möglich die Pflanzen auf der Fensterbank oder im Zimmergewächshaus vor zu kultivieren, um sie dann gegen April ins Freiland oder auf dem Balkon umzupflanzen. Die Pflanze benötigt ausreichend Wärme mit Temperaturen um die 15 °C. Die Samen werden nur oberflächlich auf die Erde gedrückt, da Sauerampfer ein Lichtkeimer ist.

Verwendung von Sauerampfer

Sauerampfer wurde schon in der Antike geschätzt. Im alten Griechenland, Ägypten und bei den Römern wurde Sauerampfer als probates Nahrungsmittel gegen Vitamin- und Mineralstoffmangel gegessen, wurde aber auch verwendet, um Fieber zu senken

Sauerampfer in der Küche

Sauerampfer kommt immer mehr in Mode. Vor allem in Naturkostgeschäften gibt es zur Saison vermehrt Sauerampfer zu kaufen. Alternativ kann man das Knöterichgewächs selber sammeln. Als Faustformel des letzten Erntetages gilt - wie bei Rhabarber - der 24. Juni. Ab diesem Datum nimmt die Konzentration der Oxalsäure, die Sauerampfer den bitterlichen Geschmack verleiht, zu und macht das Wildkraut unangenehm im Geschmack und irritiert den Magen. Deshalb sollte Sauerampfer danach nur noch gelegentlich und in geringen Mengen gegessen werden

Der Geschmack von Sauerampfer lässt sich als säuerlich und frisch beschreiben, weshalb Sauerampfer besonders gut in Kombination mit Blattsalaten passt. Alternativ lässt sich Sauerampfer wie Spinat zubereiten oder findet Erwähnung in Rezepten mit Kräuterbutter, Kräuterquark oder der bekannten Sauerampfersuppe. Für die Suppe wird der Sauerampfer meist püriert und mit anderen Kräutern wie Petersilie oder Kerbel verfeinert. Das Kraut ist im Übrigen auch Bestandteil der berühmten Frankfurter Grünen Sauce. Eine weitere Verwendung hat Sauerampfer als Zutat in Wildkräutersalaten.

Sauerampfer als Heilkraut

In Zeiten, in denen vitaminreiche Kost Mangelware war, wurde Sauerampfer gegessen, um Skorbut zu heilen. Sein Vitamin-C Gehalt liegt meist zwischen 50 und 100 mg pro 100 Gramm frischem Sauerampferkraut deutlich über dem vieler anderen Kräuter. Neben Vitamin C enthält die Pflanze auch ausreichend Vitamin B1, B2, B6 und E.

Die anderen Inhaltsstoffe sind zudem förderlich, um Blutarmut vorzubeugen, haben außerdem eine blutreinigende und wassertreibende Wirkung. Von Bedeutung im Sauerampfer sind ebenfalls die Bitterstoffe und die Gerbstoffe, welche die Produktion von Verdauungssäften aktivieren und deftige Speisen leichter bekömmlich machen. In der Vergangenheit wurde Sauerampfer daher auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Zur Blutreinigung sowie für die allgemeine Vitalität wird mitunter Sauerampfertee getrunken. Hierfür wird etwa ein gehäufter Esslöffel frisches Sauerampferkraut mit 250 ml heißes, aber nicht mehr kochendem, Wasser übergoßen und für etwa 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. Mehr als drei Anwendungen pro Tag für etwa eine Woche wird dabei nicht empfohlen.

In alten Kräuterbüchern wird der Sauerampfer meist noch als Mengelwurz oder Sauwerampffer bezeichnet. Laut dem Kräuterbuch von Pietro Andrea Mattioli (1590) wurde der Sauerampfer u.a. bei Verstopfungen oder bei Ohren- und Zahnschmerzen verwendet. Dort wurde empfohlen die Pflanze in Wein zu sieden. Die Wurzeln des Sauerampfers wurden zudem gegen Juckreiz verwendet.

Der Sauerampfer wurde auch von Pfarrer Kneipp als nützliches Heilmittel beschrieben.

Hinweis: Sauerampfer sollte als Heilkraut nicht bei Menschen mit bekanntem Nierenleiden verwendet werden. Ebenso kann das enthaltende Kaliumhydrogenoxalat Krämpfe in der Schwangerschaft auslösen, weswegen es auch hier nur sparsam verwendet werden sollte. Außerdem sollten Menschen mit Eisenmangel Sauerampfer etwa zwei Stunden zeitversetzt zu eisenhaltigen Mahlzeiten essen, da die Oxalsäure die Eisenaufnahme aus pflanzlicher und tierischer Nahrung behindert. Sollte dennoch Sauerampfer in größeren Mengen verwendet werden, wird die Konsultation mit einen Arzt dringend empfohlen.

 

Unterschiedliche Erscheinungsformen zur Orientierung:

     
     
     

 

Hinweis zu medizinischen Inhalten:
Die hier vorgestellten Inhalte geben lediglich einen Überblick über die medizinische Nutzung.
Sie stellen keine Empfehlung zur Anwendung dar.
Bitte suchen Sie daher immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.

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