Blaubeeren

Blaubeere statt Açai

Die Werbetrommel für exotische Superfoods wird weiterhin gerührt, da mit diesen „Wundermitteln“ sehr viel Geld verdient wird. Diese „Nährstoffbomben“ und die dazugehörigen Rezepte begegnen uns überall.
In Gesundheitsmagazinen oder auch im Fernsehen werden deren Heilkräfte angeboten.

Die brasilianische Açaí-Beere verdankt ihren Ruf als Wunderbeere in erster Linie ihren Farbstoffen, die den Früchten ihre dunkelviolette Farbe verleihen. Im Körper können sie freie Radikale entschärfen und so unsere Zellen vor Schäden schützen sowie dem Alterungsprozess entgegenwirken.

Der Gehalt an diesen Antioxidantien ist tatsächlich sehr hoch, das trifft aber ebenso auf heimische Beeren zu. Insbesondere auf die Blaubeere, die auch als Heidelbeere bekannt ist. Dabei hat die heimische Blaubeere den Vorteil, sie frisch genießen zu können.Die Açaí-Beeren bekommen wir jedoch nur gefriergetrocknet zu Pulver oder Fruchtmark verarbeitet, da sie den langen Transport zu uns sonst nicht überstehen würde. Dabei gehen aber bei jedem Verarbeitungsschritt wichtige Inhaltsstoffe verloren.

Wir merken uns:

a) Anthocyane zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die zellschädigende freie Radikale abwehren können. Sie stecken nicht nur in der Açaíbeere, sondern auch in Holunder-, Heidel- und Schwarzen Johannisbeeren, roten Trauben und Rotkohl.
b) Die Bezeichnung zahlreicher Obst- und Gemüsesorten variiert je nach Region. Bei Heidelbeere und Blaubeere verhält es sich genauso. Hinter Heidelbeere und Blaubeere versteckt sich also die gleiche Frucht.
Hauptanbaugebiete für die Blaubeere sind die USA und Kanada. Auch Deutschland zählt zu den größeren Produzenten – über 10.000 Tonnen wurden im letzten Jahr gepflückt. Die Beeren wachsen in kleinen Sträuchern, sowohl in der Ebene als auch im Gebirge.

Darum ist die Blaubeere so gesund

Insbesondere der sehr hohe Anteil an Vitamin C und Vitamin E machen die Blaubeere zum Superfood.
Durch diese Nährstoffe wird das Immunsystem gestärkt und die Kollagenproduktion angekurbelt.

Wir merken uns:

Die Blaubeere verhilft uns zu einer schönen Haut!
Blaubeeren enthalten Karotinoide. Diese sind sehr wichtig für unsere Sehkraft.
Darüber hinaus ist die Beere auch für die Verdauung förderlich.

Wir merken uns:

Frische Beeren regen die Verdauung an; getrocknete Blaubeeren wirken gegen Durchfall.

Bemerkenswer ist auch, dass die in Blaubeeren enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe dabei helfen, die Neubildung von Fettzellen zu reduzieren und Entzündungsvorgänge im Organismus auszubremsen. Selbst zur Krebsvorbeugung sollen die blauen Beeren beitragen.

Wir merken uns:

Blaubeeren helfen beim Abnehmen und können Krebs vorbeugen.
Darüber hinaus enthalten die Beeren auch noch die wertvollen Bestandteile an Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen.

Wir merken uns:

Blaubeeren förden die Gesundheit unserer Knochen und wirken Muskelschwäche entgegen.

Anpflanzung der Blaubeere

Die Blaubeere hat besondere Ansprüche an ihren Standort. Damit sie gut gedeiht und eine reiche Ernte hervorbringen kann, sollten man bereits bei der Pflanzung einige Aspekte beachten.
Wählen Sie einen vollsonnigen, aber dennoch windgeschützten Standort im Garten aus, denn das Sonnenlicht fördert die Bildung der Blüten, das Ausreifen und den Geschmack der Beeren.
Trockenheit verträgt die Pflanze nicht besonders gut und sowohl Wassermangel als auch Staunässe können schon nach kurzer Zeit zum Absterben der Wurzeln führen. Achten Sie deshalb besonders auf geeignete Bodenverhältnisse und eine ausreichende Wasserversorgung.

Pflanzzeit

Ideale Pflanzzeit für Heidelbeeren ist der Herbst. So hat der Strauch den Winter über Zeit, sich an den Standort zu gewöhnen. Hat man die Pflanzung im Herbst versäumt, kann man die Blaubeeren aber auch noch im zeitigen Frühjahr von März bis April pflanzen.
Verwenden Sie am besten zwei- bis dreijährige Jungpflanzen, vorzugsweise mit vielen Verzweigungen und einem gut ausgebildetem Wurzelsystem.

Boden

Den Boden sollte man möglichst sauer halten. Dazu kann man Nadelstreu, Laub und Rindenmulch einarbeiten. So werden auch langfristig Nährstoffe bereitgestellt. Wenn Sie dann auch noch eine Mulchschicht aus diesen organischen Materialen verwenden, wird außerdem noch Unkraut zurückgehalten und die Austrocknung des Bodens verhindert.

Blaubeeren im Topf pflanzen

Eine Alternative ist die Anpflanzung im Kübel. Der große Vorteil dieser Methode liegt in darin, dass kein Kalk eingetragen wird und der Boden konstant sauer bleibt. Verwenden Sie dazu einen möglichst breiten Kübel mit mindestens 60 Zentimetern Tiefe. Befüllen Sie den Topf mit Heidelbeer- oder Rhododendronerde und zusätzlich mit organischem Material wie Nadelstreu und Rindenstücken. Achten Sie besonders auf einen konstant feuchten Boden, da er im Kübel leichter austrocknet als bei der Freilandpflanzung.

Blaubeeren schneiden

Ab und zu vertragen auch die Blaubeeren einen Schnitt. Am besten wird dieser nach der Ernte im Herbst vorgenommen. Dabei sollten Sie die alten, kranken und zu flach stehende Triebe, damit die Pflanze ihre Kraft für die gesunden Fruchttriebe nutzen kann.

Rezept für Blaubeer-Crumble

Zutaten

½ Zitrone
500 g Blaubeeren (frisch oder TK)
3 EL Ahornsirup (oder 2 EL Zucker)
110 g kalte Butter
130 g Weizenmehl oder Vollkornmehl
50 g gemahlene Mandeln
90 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz

Topping

150 g griechischer Joghurt oder Schlagsahne
1 EL Ahornsirup (oder 1 Päckchen Vanillezucker)

Zubereitung

1. Schritt
Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Zitrone halbieren und den Saft auspressen. Blaubeeren waschen, trocken tupfen und in die Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) legen. Mit 2-3 EL Zitronensaft und Ahornsirup mischen.
2. Schritt
Für die Streusel kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Mit der Butter verkneten und zwischen den Händen zu Krümeln reiben. Streusel auf den Blaubeeren verteilen.
3. Schritt
Blaubeer-Crumble auf der mittleren Schiene in ca. 35 Minuten goldbraun backen. In der Zwischenzeit Joghurt mit 1 EL Ahornsirup oder 1 Päckchen Vanillezucker verrühren. Crumble aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit griechischem Joghurt toppen.